01.11.2008, 12:49 Uhr
Fazit der Münchner Medientage 2008: Soviele Fachbesucher und Panels, aber auch so wenig Durchblick wie noch nie. Langsam bekommt man das Gefühl, Medien und ihre Macher genügen sich selbst. Das, was man tut, wird immer aufwendiger und wirkungsloser zugleich. Und den Kunden, um den es geht, hat man gar nicht mehr im Griff. Der macht wohl was er will. Und das ist gut so!
30.10.2008, 15:13 Uhr
„Wir sind auf die Zukunft in keinster Weise vorbereitet“, schimpfte Mediafachmann Thomas Koch bei den Medientagen in München. Die digitale Revolution
werde hierzulande verschlafen. „Bis wir aufgewacht sind und aufgehört haben, uns nur mit uns selbst zu beschäftigen, ist es zu spät“, so Kochs provokantes Statement zum Status Quo des Werbestandorts Deutschland.
22.10.2008, 16:38 Uhr
Gerade kam per E-Mail eine Stellungnahme, die darauf schließen lässt, dass der Bogenoffsetprimus Heidelberg nicht nur Geschäfts-, sondern vor allem Kommunikationsprobleme hat: "Unter Bezugnahme auf am heutigen Tag veröffentlichte Artikel über den Finanzvorstand der Heidelberger Druckmaschinen AG nimmt das Unternehmen wie folgt Stellung: Der Aufsichtsratsvorsitzende der Heidelberger Druckmaschinen AG, Dr. Mark Wössner erklärt, dass Dirk Kaliebe als Finanzvorstand des Unternehmens in keinster Weise zur Disposition steht. Vielmehr genießt Dirk Kaliebe, Finanzvorstand des Unternehmens, weiterhin uneingeschränkt sein Vertrauen wie auch das des Vorstandsvorsitzenden Bernhard Schreier." – Ob Heidelbergs Aufsichtsrat und Vorstand noch das Vertrauen der Investoren, Analysten und Kunden genießen, läßt die genannte Meldung offen.
17.10.2008, 15:05 Uhr
Angst und Bange muss Verlegern werden, wenn sie lesen, was der brasilianische Bestsellerautor Paulo Coelho zur Buchmesse der TAZ sagte. Das Netz sei für Autoren keine Bedrohung, sondern eine globale Werbeplattform. Das Verhältnis von Autor zu Publikum ändere sich: "Die Leser sind keine rein passiven Empfänger mehr. Sie haben die Chance, eine aktivere Rolle zu spielen." Coelho hatte 2007 die Nutzer seiner Website aufgefordert, sein Buch "Die Hexe von Portobello" zum Film umzuarbeiten. Dabei kamen 14 Kurzfilme heraus. "Das Internet hat mich gelehrt, keine Angst davor zu haben, Ideen auszutauschen und andere dazu zu motivieren, ihre Ideen kundzutun." – Laut TAZ offerierte Coelho den anwesenden Branchenvertretern den provokanten Vorschlag, sämtliche digitale Inhalte zu verschenken. Entgegen dem, was der gesunde Menschenverstand einem rate, sei das vermutlich der profitablere Weg: "Je mehr man gibt, desto mehr gewinnt man."
10.10.2008, 09:34 Uhr
Konfusion aller Orten. Liest man derzeit die Analysen und Kommentare zu Zukunft und Strategien der Printverlage, merkt man, dass kaum jemand einen Plan hat. Da wird, wie beim kress köpfe live 2008-Event in Heidelberg, durch Burda People Group-Redaktionsdirektorin Patricia Riekel eine Lanze für Print gebrochen: "Ein Magazin ist wie Seidenpapier, in das Sie eine Geschichte einlegen", so Riekel. Eine "kostbar aufgemachte Zeitschrift", die optisch und haptisch Vergnügen bereite, sei durch eine Website nicht zu ersetzen. Gleichzeitig kündigte Riekel den Start eines neuen Mobile-Angebots der "Bunten" an und bleibt letztlich Perspektiven für Print schuldig.
Medientage zeigt Medienplage
Fazit der Münchner Medientage 2008: Soviele Fachbesucher und Panels, aber auch so wenig Durchblick wie noch nie. Langsam bekommt man das Gefühl, Medien und ihre Macher genügen sich selbst. Das, was man tut, wird immer aufwendiger und wirkungsloser zugleich. Und den Kunden, um den es geht, hat man gar nicht mehr im Griff. Der macht wohl was er will. Und das ist gut so!
30.10.2008, 15:13 Uhr
Deutschland, erwache!
„Wir sind auf die Zukunft in keinster Weise vorbereitet“, schimpfte Mediafachmann Thomas Koch bei den Medientagen in München. Die digitale Revolution
werde hierzulande verschlafen. „Bis wir aufgewacht sind und aufgehört haben, uns nur mit uns selbst zu beschäftigen, ist es zu spät“, so Kochs provokantes Statement zum Status Quo des Werbestandorts Deutschland.
22.10.2008, 16:38 Uhr
Nibelungentreue am Neckar
Gerade kam per E-Mail eine Stellungnahme, die darauf schließen lässt, dass der Bogenoffsetprimus Heidelberg nicht nur Geschäfts-, sondern vor allem Kommunikationsprobleme hat: "Unter Bezugnahme auf am heutigen Tag veröffentlichte Artikel über den Finanzvorstand der Heidelberger Druckmaschinen AG nimmt das Unternehmen wie folgt Stellung: Der Aufsichtsratsvorsitzende der Heidelberger Druckmaschinen AG, Dr. Mark Wössner erklärt, dass Dirk Kaliebe als Finanzvorstand des Unternehmens in keinster Weise zur Disposition steht. Vielmehr genießt Dirk Kaliebe, Finanzvorstand des Unternehmens, weiterhin uneingeschränkt sein Vertrauen wie auch das des Vorstandsvorsitzenden Bernhard Schreier." – Ob Heidelbergs Aufsichtsrat und Vorstand noch das Vertrauen der Investoren, Analysten und Kunden genießen, läßt die genannte Meldung offen.
17.10.2008, 15:05 Uhr
Autoren weitsichtiger als Verlage
Angst und Bange muss Verlegern werden, wenn sie lesen, was der brasilianische Bestsellerautor Paulo Coelho zur Buchmesse der TAZ sagte. Das Netz sei für Autoren keine Bedrohung, sondern eine globale Werbeplattform. Das Verhältnis von Autor zu Publikum ändere sich: "Die Leser sind keine rein passiven Empfänger mehr. Sie haben die Chance, eine aktivere Rolle zu spielen." Coelho hatte 2007 die Nutzer seiner Website aufgefordert, sein Buch "Die Hexe von Portobello" zum Film umzuarbeiten. Dabei kamen 14 Kurzfilme heraus. "Das Internet hat mich gelehrt, keine Angst davor zu haben, Ideen auszutauschen und andere dazu zu motivieren, ihre Ideen kundzutun." – Laut TAZ offerierte Coelho den anwesenden Branchenvertretern den provokanten Vorschlag, sämtliche digitale Inhalte zu verschenken. Entgegen dem, was der gesunde Menschenverstand einem rate, sei das vermutlich der profitablere Weg: "Je mehr man gibt, desto mehr gewinnt man."
10.10.2008, 09:34 Uhr
Wasch mich, aber mach mich nicht nass...
Konfusion aller Orten. Liest man derzeit die Analysen und Kommentare zu Zukunft und Strategien der Printverlage, merkt man, dass kaum jemand einen Plan hat. Da wird, wie beim kress köpfe live 2008-Event in Heidelberg, durch Burda People Group-Redaktionsdirektorin Patricia Riekel eine Lanze für Print gebrochen: "Ein Magazin ist wie Seidenpapier, in das Sie eine Geschichte einlegen", so Riekel. Eine "kostbar aufgemachte Zeitschrift", die optisch und haptisch Vergnügen bereite, sei durch eine Website nicht zu ersetzen. Gleichzeitig kündigte Riekel den Start eines neuen Mobile-Angebots der "Bunten" an und bleibt letztlich Perspektiven für Print schuldig.